Wandlung mit den Jahreszeiten

Herbstzeit
Die Zeit des Sammelns und des Dankes

Die Sonne steht nicht mehr hoch, obwohl sie oft noch die Natur in goldenes Licht verwandelt. Morgennebel und die Frische der Nacht kündigen an sich von der äusseren Welt zu verabschieden und den Rückzug in die vier Wände anzutreten.
Der Herbst ist die Zeit der fallenden Blätter, des Loslassens, Abschiednehmens, aber auch der Ernte, des Bewahrens und Erhaltens, des Dankes.
Im Herbst ist der stille Wendepunkt angesiedelt. Der Punkt der uns daran erinnert, das nach der Fülle des Sommers im Aussen jetzt die Hinwendung nach Innen beginnt, der Rückzug in die Häuser und in die Innenwelt.
Es ist eine gute Zeit, um eine persönliche Bilanz für das vergangene Jahr zu ziehen. Was hat man erreicht, welche Arbeiten sind abgeschlossen, welche möchte man überhaupt noch weiterführen? Welche Vorhaben konnte man nicht realisieren, was ist nicht gut gelungen oder was hat man gar verloren?
In geschütztem Rahmen können wir uns Zeit lassen, gewinnen Lebendigkeit und finden Klarheit und unsere Mitte, um gestärkt in Richtung Winter zu gehen.

Winterträume
Die Zeit des Rückzugs, der Besinnung und der Regeneration
Die Sonne hat nur schwache Kraft, die Tage sind kurz und die Nächte lang. Kälte breitet sich aus in der Natur. Die Felder liegen brach, Raureif, Frost und Schnee bedecken die Erde. Tiere halten Winterschlaf. Sowie die Natur sich zurückzieht, ziehen sich auch unsere Energienvon außen nach innen zurück. Es ist die Zeit der Ruhe, des ‚In sich gehen’ und träumen. Die Energie dieser Zeit eignet sich dazu, das Tempo noch weiter zu verlangsamen und still abzuwarten, bis das Neue sichtbar wird. Es ist einerseits die Zeit der dunklen Nächte voller Ahnungen, Hoffnungen, Ängste und Zweifel, aber auch eine gute Zeit für das Orakel und das „Erahnen“ des Zukünftigen: was liegt brach und wartet auf die Sonne? Was sind meine Träume und Vorstellungen? Was ist wirklich wichtig und sinnvoll für mich? Wir halten Innenschau, mit verschiedenen kreativen Methoden und Bilderreisen. Wir entdecken unsere inneren Antriebskräfte, kommen in tiefe Entspannung und Ruhe und können so genährt durch den „Winterschlaf“ ins Frühjahr gleiten.